Die Wasserkirche und Felix und Regula

Wer: geschichtlich Interessierte
Wo: Wasserkirche, Limmatquai 31, 8001 Zürich
Wann: Mittwoch bis Freitag von 12:00-15:00, Samstag und Sonntag von 12:00-17:00
Web: Webseite der Wasserkirche / Hörbeispiele Zürcher Legenden / Archäologische Infos

Die Wasserkirche liegt am rechten Limmatufer und wurde ursprünglich auf einem Inselchen erbaut, welches jedoch der Aufschüttung zum Limmatquai zum Opfer gefallen war. Bis zur Reformation diente das Haus der Verehrung von Felix und Regula, den Zürcher Stadtpatrons. In der frei zugänglichen Krypta ist der Findling zu besichtigen, wo den beiden der Kopf abgeschlagen worden war. Wer genau hinschaut, sieht noch die Kerben der Schwerter, heisst es. Der Sage nach haben Felix und Regula ihre abgetrennten Köpfen stracks unter die Arme geklemmt und sich davon gemacht. 40 Schritte weit sollen sie gekommen sein, dahin, wo heute das Grossmünster sich erhebt. Dort, endlich, haben sie sich zur wohlverdienten Ruhe gebettet. Die heiligen Köpfe sind heute in der Dorfkirche von Andermatt aufbewahrt, Reliquien finden sich in der Kirche St. Felix und Regula in Zürich zwischen Hard- und Albisriederplatz. (StC)

Wasserkirche Zürich, Insel in der Limmat, 1661; Radierung von Conrad Meyer (1618-1689); Neujahrsblatt der Stadtbibliothek Zürich 1661

Felix und Regula

Aus Flüchtlingen wurden Stadtheilige, denen sowohl Gross- und Fraumünster, als auch die Wasserkirche gewidmet sind. Anno 302. Der römische Stadthalter/Kaiser Maximilian fühlt sich durch die wachsende Christengemeinde bedroht. Denn sie verstecken sich nicht mehr nur in Löchern und Höhlengräbern, sondern huldigen am helllichten Tag einer einzigen Gottheit, die für sie am Kreuz gestorben sei. Das mag der Kaiser nicht verstehen, will er nicht verstehen, ja, darf er nicht verstehen wollen. Seine Autorität steht auf dem Spiel und Autorität treibt Steuern ein. Das versteht er dann wieder. Darum macht der Mann sich emsig daran, Christen zu verfolgen und sie zu ihrem einen Gott zurückzusenden. Soll der doch mit denen klarkommen! Die thebäischen Legionäre Felix und Regula jedoch entwischen vorerst und gelangen quer durch die heutige Schweiz nach Zürich. Wo die Häscher sie einholen, ihre Schwerte wetzen, der Rest ist bekannt. (StC)

Ausschnitt aus dem geretteten Teil des Altarbilds von Hans Leu d. Ä.: Felix, Regula und Exuperantius, um 1500. (Gemeinfrei / Quelle: https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1165015 (30.05.2019)

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