Stadionbrache Hardturm

Die Stadionbrache Hardturm liegt da, wo einst der Fussballverein Grasshopper Club Zürich seine grossen Erfolge gefeiert hatte. Wo an der Euro 2008 in einem neu erstellten Stadion Spiele hätten ausgetragen werden sollen. Welches Schatten auf anliegende Bernoulli Häuser geworfen hätte. Weshalb heute diverse Kultur an einem urban idyllischen Ort stattfindet. Und Pflanzen wachsen, die’s sonst kaum mehr gibt.

Infos zur Brache: Verein Stadionbrache, Infos Crédit Suisse Arena,
Maurice Maggi: Webseite, Die Stadt ist essbar: unterwegs mit Guerillagärtner Maurice Maggi (Radio SRF 1 – À Point)

Stadionbrache am Klimafestival 2019 (Foto: StC)

Eine Fläche von 3 Hektaren liegt seit dem Abbruch des Hardturm Stadions brach. 2011 wurde das Areal dem Verein Stadionbrache zur nicht kommerziellen Nutzung übergeben. Seitdem steht die ehemalige Rasenfläche und umliegende Naturflächen der Öffentlichkeit zur Verfügung. Vorausgesetzt natürlich, man hält sich an die Nutzungsregeln.

Diversität mit Maurice Maggi

Im Rahmen des Klimafestivals hat «Zürich versteckt» den Workshop «Stadtnatur ist eine Speisekammer» mit Maurice Maggi, Koch und Gärtner, besucht. Der Mann kennt die Pflanzen, die da wachsen, das wird klar. Und liebt sie. Er weiss auch, welche kulinarisch oder medizinisch zu verwerten sind und wenn man ihm so zuhört, fragt man sich unwillkürlich, was ausser Gräsern denn nicht gegessen werden kann. Wilde Malve (Wundheilung), Wegwarte (Chicorée), Johanniskraut (nach Verzehr nicht sonnenbaden!), Brennessel (Samen machen müde Männer munter), Hagebutte (Tee und so…) und viele mehr wachsen auf dem Brachenareal und warten darauf, erkannt zu werden. Urbane Gebiete bezeichnet Maurice Maggi als Asylzentrum für Pflanzen jeglicher Art, welche sich schwer tun mit einer Welt, wo Böden wegen Übernutzung, Düngung, etc. biologisch verarmen. Etwa 40% der Schweizerischen Pflanzenwelt findet sich in der Stadt Zürich, wie die NZZ am 28.12.2017 zu berichten wusste. Und für uns von «Zürich versteckt» ist klar geworden, dass Brachen wie jene auf dem Hardturmareal erhalten bleiben müssen. Und wir weiterhin im Letzi in die Kurve stehen wollen.

Foto: StC

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